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Deshalb beten

Auf einmal war ich da. Mit meiner Geburt wurde ich in den Fluss der Zeit geworfen. Wo finde ich festen Grund für den Anker meines Lebensschiffes?

Meine Eltern waren mein erster Grund. Sie haben mir ins Leben geholfen. Andere haben mir zu einem Platz im Kindergarten, in der Schule, in Ausbildung und Studium eingeräumt. Schritt für Schritt habe einen Platz im Leben gefunden. Das alles ging nicht ohne grosse Anstrengungen. Aber auch wenn die Wellen über mir zusammengeschlagen sind, wenn ich Bitteres aushalten musste, es war nicht das Ende.

Ich lernte, dass es keine dauerhaften Ankerplätze gibt, ich musste selbständig werden und aus dem Elternhaus ausziehen, ich musste immer wieder wechseln. Neues hat das Bisherige ausser Kraft gesetzt.

Bei all dem Wechsel spüre ich: Ich bin gewollt. Auch wenn der Fluss mein Lebensschiff immer wieder von seinen Ankerplätzen losreisst, Menschen, mit denen ich zusammen gefahren bin, auf ein anderes Schiff wechseln, es gibt wohl jemanden, der mich nicht aus dem Auge verliert.

Wenn ich zurückblicke, kann ich Danke sagen. Auch wenn der weitere Flusslauf viel Unbekanntes bereit hält, ich kann immer wieder nach oben aufblicken. Ankerplätze sind für mich schon vorbereitet.

Mir ist Sprache gegeben, ich kann mitsingen, ich muss darüber nicht schweigen:

Herr, du erforschst und du kennst mich, ob ich sitze oder stehe, du weisst von mir. Von fern erkennst du meine Gedanken. Ob ich gehe oder ruhe, es ist dir bekannt; Du bist vertraut mit all meinen Wegen. Noch liegt mir das Wort nicht auf der Zunge- du Herr, kennst es bereits. Du umschliesst mich von allen Seiten, und legst deine Hand mich. Zu wunderbar ist für dieses Wissen, zu hoch, ich kann es nicht fassen. Wohin könnte ich fliehen vor deinem Geist, wohin deinem Angesicht flüchten Steige ich hinauf in den Himmel, so bist du dort, bette ich mich in der Unterwelt, bist du zugegen. Nehme ich die Flügel des Morgenrots und lasse mich nieder am Meer, auch dort wird deine Hand mich ergreifen und deine Rechte mich fassen. Würde ich sagen: "Finsternis soll mich bedecken, statt Licht soll Nacht mich umgeben", auch die Finsternis wäre für dich nicht finster, die Nacht würde leuchten wie der Tag, die Finsternis wäre wie Licht. Denn du hast mein Inneres geschaffen, mich gewoben im Schoss meiner Mutter. Ich danke dir, dass du mich so wunderbar gestaltet hast. Ich weiss: Staunenswert sind deine Werke. Als ich geformt wurde im Dunkeln, kunstvoll gewirkt in den Tiefen der der Erde, waren meine Glieder dir nicht verborgen. Deine Augen sahen, wie ich entstand, in deinem Buch war schon alles verzeichnet, meine Tage waren schon gebildet, als noch keiner von ihnen da war. Wie schwierig sind für mich, o Gott, deine Gedanken, wie gewaltig ist ihre Zahl. Wollte ich sie zählen, es wären mehr als der Sand. Käme ich bis zum Ende, wäre ich noch immer bei dir. (Psalm 139)

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